Success Story

Erlebnisregion Graz

Erlebnisregion Graz

Welchen Nutzen zieht die Erlebnisregion Graz aus einer mobilfunkbasierten Mobilitätsanalyse und in wie weit kann das tagesaktuelle Dashboard bei Herausforderungen in der Region unterstützen? Geschäftsführerin Susanne Haubenhofer verrät wie der Arbeitsalltag mit Tourism Insights aussieht:

Trendbestimmung in der Region

Die Erlebnisregion Graz präsentiert eine vielfältige Kulisse im Herzen der Steiermark. Im Zentrum der Region lockt die Stadt Graz, die Landeshauptstadt der Steiermark, mit einem breiten Spektrum an Kultur, Kulinarik und ganzheitlichem Genuss. Außerhalb der Stadtgrenzen erwartet Besucher: innen zu jeder Jahreszeit ein facettenreiches Angebot von sportlichen Aktivitäten, idyllische Landschaften, erstklassigen Ausflugszielen sowie kulturellen und historischen Sehenswürdigkeiten bis hin zu Möglichkeiten für Wellness und Entspannung.

Nur wenige Kilometer von Graz entfernt erhebt sich der Schöckl, der Hausberg der Stadt. Dieser Berg ist ein beliebtes Ziel für Naturliebhaber und bietet eine Vielzahl an Freizeitmöglichkeiten. Die Region beherbergt zudem den Packerstausee und den Hirzmannstausee, zwei idyllische Orte, die sich ideal für Erholung und Freizeitaktivitäten eignen. Ein weiteres Highlight der Erlebnisregion Graz ist das Lipizzanergestüt Piber. Besucher: innen können das Gestüt besichtigen, mehr über die Zucht und Ausbildung der edlen Pferde erfahren und die majestätischen Tiere hautnah erleben.

So vielfältig wie die Region ist, so vielfältig sind auch die insgesamt 12 ausgewählten Ausflugsziele, die seitens Invenium Data Insights für die Erlebnisregion Graz analysiert werden. Daher setzt die Region auf Tourism Insights, um eine datenbasierte und zukunftsorientierte Entwicklung zu ermöglichen. Gemeinsam mit Susanne Haubenhofer, die seit Beginn 2022 als Geschäftsführerin der Erlebnisregion Graz tätig ist, und Doris Stimpfl-Tiefenbacher, verantwortlich für Presse und Marketing der Region, haben wir über die ursprünglichen Fragestellungen und den konkreten Nutzen von Tourism Insights für die Region gesprochen.

Starke Daten. Starke Region.

Tourism Insights unterstützt die Region Graz vor allem bei der Evaluierung der Auslastung der verschiedenen Standorte, der gezielten Aussendung von Marketingmaßnahmen, der generellen Organisation in der gesamten Region, dem Veranstaltungsmanagement, der Verifizierung der subjektiven Wahrnehmung und der korrekten Kommunikation mit weiteren Entscheidungsträger: innen sowie den Gästen der Region selbst. Die Daten entfalten ihren besonderen Mehrwert vor allem an Standorten an denen keine anderen Zahlen, wie zum Beispiel Ticketverkäufe, hinterlegt sind und stärken ebenso bereits bestehenden Datenquellen.

„Der sensible Umgang sowie die korrekte Kommunikation der Zahlen sind für die Region von besonders hohem Stellenwert.“, betont Geschäftsführerin Susanne Haubenhofer im Gespräch. Der Trendwert, der aus dem Dashboard ganz klar hervorgeht, bildet die Grundlage für die fundierte Planung von Maßnahmen und die gezielte Besucher: innenlenkung in der Region. Das Dashboard bietet nicht nur in der Planungsphase neuer Initiativen große Unterstützung, sondern auch bei der Überprüfung, ob der gewünschte Effekt nach der Umsetzung eingetreten ist. Tourism Insights unterstützt die Region u.a. auch sehr stark in der Besucherlenkung, um Publikum noch gezielter anzusprechen und die Initiativen dahingehend noch präziser planen zu können. Diese Thematik gewinnt immer mehr an Bedeutung.

Aufsetzen des Dashboards

In Zusammenarbeit mit Steiermark Tourismus wurden die ersten sechs Points of Interest der Region ausgewählt, gefolgt von nochmals sechs zusätzlichen Standorten, die direkt aus der Erlebnisregion definiert wurden. Den ausgewählten Analysegebieten wurden Aktivitätsmerkmale wie „Erholung“, „Kulinarik“ oder „Kultur & Shopping“ zugewiesen, um den Besucherfluss noch besser zuordnen zu können. „Die Einrichtung des Dashboards ist herausfordernd und erfordert grundsätzliches technisches Verständnis und Hintergrundwissen, deswegen ist eine gute Betreuung in der Startphase von besonders hoher Bedeutung. Die Qualität des Set-Ups beeinflusst den finalen Output und daher die Qualität der Daten, erheblich.“, erläutert Susanne Haubenhofer. Die gute Strukturierung und Visualisierung unterstützt die Benutzerfreundlichkeit des Dashboards und erleichtert die spätere Nutzung.

Nach einer längeren Nutzungspause war es schwierig, sich wieder in das Dashboard einzuarbeiten. Dabei betonen beide Vertreterinnen die durchgängige Erreichbarkeit unseres Teams. „Sobald Fragen aufkamen, konnten diese schnell beantwortet werden.“ In diesem Zusammenhang rät die Region zukünftigen Nutzer: innen des Tools, das Dashboard direkt nach der Schulung regelmäßig in den Alltag zu integrieren, um nicht aus der Routine zu fallen.

Susanne Haubenhofer hat von Anbeginn bei der Installation von Tourism Insights für die Region mitgewirkt. In unserem Gespräch betont sie die Wichtigkeit des Dashboards im Arbeitsalltag ihres Teams.

„Die Daten aus dem Dashboard sind, nach den Nächtigungszahlen, die wichtigste Datengrundlage für die Region. Mit Berücksichtigung der Nächtigungsstatistiken lassen sich aus dem Dashboard aussagekräftige Daten schöpfen und die Daten beider Quellen stärken.“

Susanne Haubenhofer, Geschäftsführerin

Die Daten entfalten ihre Wirkung

Die Daten aus dem Monitoring zeigten bereits an mehreren Standorten ihre Wirkung. Haubenhofer nennt unter anderem das Lipizzanergestüt Piber als Referenz. Ziel war es, den Standort für jüngere Menschen noch attraktiver zu gestalten. Aus diesem Grund wurde der Kletterpark in Piber gebaut. „Ob diese Maßnahme den gewünschten Effekt erzielt, wird sich noch zeigen. Durch das Monitoring mit Tourism Insights lässt sich das durch die Einteilung in Altersgruppen im Dashboard sehr gut ablesen.“ Auch zur Verifizierung der subjektiven Wahrnehmung am Standort Piber hat das Dashboard bereits seine Wirkung gezeigt. Es wurde ohne objektive Zahlen vermutet, dass der Adventmarkt nicht die gewünschte Besucher: innenzahl erreichte und deshalb nicht erneut stattfinden sollte. Die fundierten Zahlen der Mobilitätsanalyse zeigten jedoch einen großen Effekt: Der Adventmarkt führte zu einer erheblichen Steigerung der Gesamtbesucherzahl im Vergleich zu Referenzzeiträumen und stellte damit eine der besucher: innenstärksten Tage dar!

Tourism Insights konnte bereits auch für die Organisation und die Besucher: innenlenkung bei der An- und Abreise gute Dienste leisten. Die Sommerdestinationen Packer-Stausee und der Hirzmann-Stausee waren im letzten Jahr besonders beliebte Ausflugsziele. Durch das Dashboard konnten mehr Details über die besucherstärksten Tage sowie weitere Informationen über das An- und Abreiseverhalten gewonnen werden. Auf Basis dieser Zahlen konnten ein nachhaltiges Verkehrskonzept erstellt werden. Außerdem wurden Informationsflyer zur Anreise und dem korrekten Verhalten vor Ort gezielt an das potenzielle Publikum verteilt.

Besonders wichtig ist es der Region, das Monitoring über einen längeren Zeitraum durchzuführen. Dann können die Erkenntnisse noch gezielter eingesetzt werden. Mit fundierten Daten kann man vorhersagen, auf was man sich in der Region, beispielsweise bei bevorstehenden Veranstaltungen, vorbereiten muss und wie man bestimmte Aspekte noch besser planen kann. Dadurch können Ressourcen eingespart oder besser ausgeschöpft werden.

Auf die fundierte Datengrundlage möchte man in der Region nicht mehr verzichten. Durch die aktuellen Zahlen aus Tourism Insights entsteht eine verlässliche Argumentationsgrundlage, die bei der Entscheidungsfindung und Gesprächen mit internen Stakeholdern maßgeblich unterstützen.