Oktoberfest München 2025
Insgesamt 6,5 Millionen Menschen haben 2025 das Oktoberfest München besucht. Unsere Analysen basierend auf den Mobilfunknetzdaten der Telefonica O2 zeigen: woher die Besucher kamen, wie lange sie geblieben sind und ob es am zweiten Samstagnachmittag auf der Theresienwiese wirklich so voll wurde.
Die Datengrundlage auf der Wiesn
Unsere Analysen basieren auf Mobilfunkdaten, generiert von der Verbindung zwischen Mobiltelefon und Mobilfunkmasten. Unser Analysepartner Telefonica O2 gehört zu den größten Mobilfunkanbietern in Deutschland. Um wirklich Aussagen über die Wiesn-Besucher treffen zu können werden die Daten statistisch auf die Gesamtbevölkerung hochgerechnet.
Damit die Netzqualität auf dem Oktoberfest gesichert ist, wurden zudem mobile Funkmasten aufgestellt, davon profitieren nicht nur die Gäste vor Ort sondern auch die Genauigkeit der Mobilfunkanalysen. Diese quantitative Netzabdeckung ermöglicht gleichzeitig auch qualitative, kleinteilige Analysen: So wird es möglich nicht nur Aussagen über das Gesamte Oktoberfest Areal zu generieren sondern auch über die Besucherstrukturen in den einzelnen Festzelten. Ob die in einem Festzelt so ein mobiler Funkmasten installiert wird beruht auf der Entscheidung der Wiesn-Wirte.
Wer waren die Besucher?
Auf dem diesjährigen Oktoberfest tummelten sich vom 20.September bis 5.Oktober über 6,5 Millionen Menschen. Wer erst einmal angekommen war, blieb auch auf der Wiesn und das durchschnittlich 5 Stunden und 40 Minuten. Für diesen Durchschnitt zählen Dauerfeierer genauso wie Familien die nur einen kurzen Abstecher machten. In den Festzelten selbst blieben die Gäste länger: Wer dort einen Platz ergattern konnte, live gespielte Musik hörte und das Bier an den Tisch getragen bekommen hat, verbachte rund eine Stunde mehr auf dem Oktoberfest.
Der durchschnittliche Wiesn-Besucher war 44 Jahre alt, zusammengesetzt aus den zwei stärksten Altersgruppen. Die stärkste Altersgruppe waren, wie auch schon im Vorjahr, die 18- bis 29-Jährigen. Die Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen belegte knapp den zweiten Platz. Gezählt wurden Besucher erst ab 18 Jahren. Noch ein Blick auf die Geschlechterverteilung zeigt: Männer waren mit 54 % deutlich in der Überzahl.

Am 27. September waren insgesamt rund 640.000 Menschen auf der Wiesn. Der Andrang war so groß, dass kurzzeitig sogar die Eingänge geschlossen wurden. Dass es am zweiten Samstag zu einer derart starken Überfüllung kam, hing auch damit zusammen, dass zu dieser Zeit besonders viele Menschen zu den Ein- und Ausgängen der Festzelte strömten. Am späteren Nachmittag ist in den meisten Zelten Reservierungswechsel an den Tischen. Ungefähr um 18 Uhr tummelten sich über 385.000 Person auf dem Oktoberfest. Im Vergleich dazu waren am nächststärksten Samstag maximal 305.000 Personen zeitgleich auf dem Gelände.
Als größtes Volksfest der Welt zieht das Oktoberfest zahlreiche internationale Gäste an. Fast jeder dritte kam in diesem Jahr aus einem anderen Land. Im Vergleich waren es 2024 knapp jeder vierte. Die meisten internationalen Gäste kamen aber nicht aus den Nachbarländern, sondern aus den USA. Gefolgt von Italien, Großbritannien und Österreich.

Unterschiede in den Zelten:

Armbrustschützen-Festzelt
Im Zelt herrschte ein hoher internationaler Besucheranteil von rund 46%. Mit einem durchschnittlichen Aufenthalt von knapp 6,5 Stunden und einem Altersschnitt von 44 Jahren lag es genau im Durchschnitt. Der Männeranteil betrug 55%.

Paulanerfestzelt
Die Besucher waren im Schnitt 42 Jahre jung und blieben rund 6 Stunden vor Ort. Der internationale Anteil war niedrig mit nur 4%, der Männeranteil bei 52%.

Ochsenbraterei
In der Ochsenbraterei hatten die Gäste mit 45 Jahren das höchste Durchschnittsalter. Sie verblieben im Schnitt 6,5 Stunden. Rund ein Drittel kam aus dem Ausland, das Geschlechterverhältnis betrug 53% zu 47% zugunsten der Männer.

Pschorr Bräurössl
Mit 55% Männern war der Anteil männlicher Besucher am höchsten. Der Aufenthalt betrug durchschnittlich 6,5 Stunden, das Durchschnittsalter lag bei 43 Jahren, und auch jeder dritte Gast kam aus dem Ausland.

Käfer-Wiesn-Schenke
Mit 6 Stunden und 40 Minuten blieben die Menschen hier am längsten. Zudem zeigte sich hier der größte Frauenanteil mit 52%, während 22% des Publikums aus dem Ausland stammten.

Schützenfestzelt
Die Besucherstrukturen zeichnet ein hoher internationaler Anteil von rund 46 % aus. Der durchschnittliche Aufenthalt betrug 6,5 Stunden, das Durchschnittsalter lag bei 44 Jahren, und der Männeranteil betrug 55 %.