#TeamThursday: Geschäftsführer und COO Matthias Traub

Heute möchten wir unseren neuen Geschäftsführer und COO Matthias Traub zum #TeamThursday Interview bitten. Er erzählt uns von seinem Weg zu Invenium, wie man seine Handschrift als Geschäftsführer erkennt und welche Assoziationen er beim Anblick einer Kuhherde hat.

Wie sieht dein bisheriger beruflicher Weg aus, der dich schlussendlich zu Invenium geführt hat?
Matthias Traub: Während meiner sechsjährigen Anstellung am Know-Center, lernte ich bereits Chris, Gunnar und Michi kennen und durfte mit ihnen gemeinsam das ein oder andere Projekt abwickeln. Eines unsere ersten gemeinsamen Projekte war AGETOR, welches auch den Grundstein für die Ausgründung von Invenium legte. Von meiner Ausbildung her bin ich Techniker – nach der HTL für Elektrotechnik studierte ich Telematik an der TU-Graz. Während meiner Tätigkeit als Data Scientist übernahm ich sukzessive die Projektleitung und schlussendlich das Business Development sowie die Projektkoordination des Social Computing Bereichs in leitender Position. Während dieser Zeit wurde mir bewusst, dass es neben der technischen Implementierung auch noch eine ganz andere Sichtweise gibt, nämlich die des Managements. Daraufhin entschloss ich mich in diesem Bereich weiterzubilden und absolvierte ein berufsbegleitendes MBA Studium. Den Wissensdurst noch nicht gestillt und dank eines kleinen Schubser meiner Frau hing ich ein zweites MBA Studium, mit Schwerpunkt auf Digitale Transformation und Change Management, an. Auf der Suche nach neuen Herausforderungen kam es mit Mitte 2020 zum Wechsel zu Invenium.

Als Geschäftsführer in einem Startup einzusteigen ist ein mutiger Schritt. Was an Invenium hat dich überzeugt?
Die Grundthematik hat mich seit dem gemeinsamen AGETOR-Projekt sehr interessiert und über den Kontakt zu Chris, konnte ich die Schritte der Ausgründung mitverfolgen. Die Entwicklung von Invenium, von der Ausgründung weg war sehr beeindruckend – die gewonnenen Kund*innen, die umgesetzten Projekte, sowie entwickelten Produkte und Services, bis hin zur Zusammenarbeit mit der A1 als starken Partner. Die aufgezählten Punkte haben einen Wechsel schon sehr „attraktiv“ gemacht. Schlussendlich war es aber das Herzblut und das Engagement der drei Gründer, welches mich überzeugte.

Mobilitäts- bzw. Bewegungsstromanalysen können mannigfaltig eingesetzt werden. Welche Anwendungsfelder begeistern dich am meisten bzw. findest du am spannendsten?
*lacht* Die Frage ist fast so, als müsste ich mein Lieblingskind benennen (Matthias hat noch keine Kinder, Anm.). Persönlich finde ich alle Anwendungsfelder spannend und die Grundthematik an sich begeistert mich sehr. Am Ende des Tages zählt aber der Mehrwert für unsere Kund*innen. Wenn wir mit unseren Produkten Städteplaner*innen, Touristiker*innen, oder auch Standortmanager*innen von Einzelhandelsketten, um nur einige zu nennen, helfen können ihre Arbeit zu erleichtern, dann haben wir etwas richtig gemacht.

Seit diesem Jahr ist die A1 Mehrheitseigner von Invenium. Siehst du Invenium als Startup oder als Teil eines Großkonzerns?
Weder noch – die reine StartUp Phase hat Invenium bereits hinter sich gelassen. Durch den Einstieg von der A1 wurden wir z.B. gegenüber Fördergebern automatisch zum Großkonzern. Wir sind ein Team von 22 Personen in Graz undarbeiten zwar eigenständig, aber dennoch sehr eng mit der A1 in Österreich sowie auch in anderen Ländern zusammen. Dies bringt natürlich neue und interessante Herausforderungen mit sich.

Invenium ist in den wenigen Jahren seit der Gründung stark gewachsen. Was macht für dich die Unternehmenskultur bei Invenium aus?
Begonnen hat alles vor ca. vier Jahren mit 4 Personen und einer Idee. Aktuell besteht Invenium aus 22 Köpfen, hat 4 Produktausprägungen und dutzende laufende, sowie abgeschlossene Kundenprojekte. Im nationalen Vergleich sind wir solide und vor allem natürlich gewachsen. Bei internationalen VC Investoren wären wir vermutlich aus dem Programm geflogen, weil wir zu wenig Risiko eingegangen sind. Somit könnte man ableiten, dass aufgrund des natürlichen Wachstums sich eine sehr freundschaftliche Unternehmenskultur gebildet hat. Am Ende des Tages kommt es aber schlichtweg auf die Menschen an, die ein Team formen. Hier ist es den Gründern gelungen ein großartiges Team zu formieren und eine Unternehmenskultur zu schaffen, in der man sich einfach wohl fühlt.

Welche Prioritäten setzt du als COO wo kann man in 3 Jahre deine Handschrift als Geschäftsführer erkennen?
Zum ersten ist es mir sehr wichtig die zuvor beschriebene Unternehmenskultur so gut wie möglich zu erhalten, sodass die Mitarbeiter*innen sich weiterhin wohlfühlen und motiviert sind bei Invenium zu arbeiten. Ich war selber schon einmal in einer Situation, in der ich mich jeden Morgen aufs Neue motivieren musste und mir die Frage stellte, ob es heute wohl besser werden würde? Aus diesem Grund steht meine Tür (aktuell virtuell) für jede Mitarbeiter*in offen, um Probleme und dessen Lösungen frühzeitig zu bereden – auch für einen Kaffee bin ich fast jederzeit zu haben. Weiters möchte ich das Wachstum möglichst effizient begleiten. Hierfür wurden nun unterschiedliche Themenverantwortlichkeiten auf zB. die Rollen eines Head of Analytics oder eines dedizierten Produkt Managers aufgeteilt, um nur einige zu nennen. Das alles muss sich aber erst einschwingen und so wie jede andere Veränderung auch, braucht es seine Zeit. Wenn ich jetzt drei Jahre in die Zukunft springe und dann zurückblicke, würde es mich sehr freuen, wenn wir stolz auf den Spagat zwischen individuellen Analyse Projekten und einer standardisierten Produktentwicklung sein könnten.

Wir leben aktuell in einer durchaus herausfordernden Zeit. Welche Rolle spielen Unternehmen wie Invenium in Zeiten wie diesen, und welchen Beitrag können technologieaffine Start Ups zur Unterstützung der Bewältigung von Krisen leisten?
Um ehrlich zu sein, Anfang 2020 war ich ziemlich kurzsichtig, welche Ausmaße diese Pandemie annehmen würde. Aktuell ist es noch ein wenig diffus, welche Langzeitfolgen COVID-19 auf die Gesundheit und auch auf die Wirtschaft haben wird. Wir merken aber natürlich, dass die COVID-19 Pandemie unsere Partner und Kunden beeinflusst – im speziellen den Tourismus Bereich. Wir sind im engen Austausch mit Verantwortlichen aus einzelnen Tourismusbereichen, um die Unternehmen mit unseren Lösungen in diesen herausfordernden Zeiten zu unterstützen. Allgemein versuchen wir weiters mit unserer Mobilitätserhebungen, die öffentlichen Stellen zu unterstützen, um die COVID-19 Pandemie besser in den Griff zu bekommen. Die Technologie ist aber nur ein kleiner Teil, welche uns dabei unterstützt, diese Krise zu überwinden. Viel wichtiger ist es aber an seine Mitmenschen zu denken und alle Maßnahmen mitzutragen.

Wo schöpfst du abseits deiner beruflichen Tätigkeiten Energie, wie schaltest du ab?
Ich versuche mich möglichst regelmäßig sportlich zu betätigen – am liebsten in der Natur. Arbeitskolleg*innen und Freund*innen unterstellen mir, dass es mir nicht sonderlich gut gelingt, oder es mir ansieht – aber ich bemühe mich. Vielleicht liegt es aber auch an meinem zweiten Hobby – ich koche leidenschaftlich gerne, möglich aber auch nur, weil ich noch lieber esse? Wenn ich an einer Kuhherde vorbeikomme, dann sehe ich meistens schon ein saftige Rib-Eye-Steaks, Beef Tartar oder ein 24h geschmortes Brisket vor mir *lacht*. Sport – Kochen – Essen schließt den Bogen zu meiner besseren Hälfte. Weil alle genannten Aktivitäten mache ich am liebsten mit ihr gemeinsam. Vor geraumer Zeit wurde unsere Zweisamkeit, durch die Anschaffung eines Hundes, zu einer Dreisamkeit. Super Idee – die ersten Monate waren alles andere als erholsam, haben aber definitiv vom beruflichen Alltag abgelenkt und mich abschalten lassen.

Ein Blick in die Zukunft: Was ist deine Vision für Invenium? Wo siehst du das Unternehmen in 2 bzw. 5 Jahren?
5 Jahre sind ein langer Zeitraum, auch wenn man bedenkt, dass vor 5 Jahren das Unternehmen noch nicht existiert hat. Laufende, sowie zukünftige Veränderungsprozesse werden zeigen, wo wir in 5 Jahren stehen werden. Am Ende des Tages ist es mir persönlich, aber sehr wichtig, dass wir als Team den Weg in den kommenden Jahren gemeinsam gehen, überzeugt von der Sache sind und dabei viel Spaß haben!

Invenium COO Matthias Traub

Zurück zur Artikelübersicht